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Accessoires für Frühling & Sommer – Apparel Arts 1932 – Fell Sharp

Wie viele sicher wissen, sind Accessoires eine sehr gute Möglichkeit sein Outfit aufzuwerten und gleichzeitig seinen individuellen Stil zu unterstreichen. Dies gilt besonders für Frühjahrs- und Sommer Kombinationen, die zumeist in helleren, kräftigeren Farben daherkommen und oft mit Hüten, Sonnenbrilen etc. kombiniert werden. Vor kurzem sah ich eine Zeichnung aus Apparel Arts die 1932 von Fell Sharp gezeichnet wurde. Dort wird eine ganze Reihe interessanter Accessoires aufgelistet, von denen manche heute antiquiert wirken, andere dagegen heute problemlos getragen werden können.

No. 1— Das graue Hemd hat eine Kragennadel sowie eine Seidenkrawatte mit breiten grün-roten Streifen. Obwohl man zahlose weiße und Eierschalenfarbene Hemden findet, so ist das graue Hemd heute nahezu ausgestorben. Wenn es allerdings mit kräftigeren Farben z.B. zu einem braunen Sakko kombiniert wird, kann es sehr gut aussehen. Auch die Kragennadel ist absolut tragbar und verändert den Look ein wenig, indem sie den Krawattenknoten leicht anhebt.

No. 2—Der gestärkte Kragen mit abgerundeten Ecken macht ein Hemd erforderlich, welches mit abnehmbaren Krägen getragen werden kann.Solche sind zum einen schwer zu bekommen und zum anderen gibt es in Deutschland kaum eine Reinigung mehr, welche einen Kragen ordnungsgemäß stärken kann. Schon allein deshalb ist dieser Kragen heute eher ungeeignet.

No. 3—Bedenkt man, dass nur noch wenig Hüte getragen werden, so sticht man auf, wie ich meine, elegante Weise mit einem grünen Snapbrim Haarhut schon aus der Masse heraus, ganz gleich ob man nun auch noch eine bunte Feder im Hutband hat oder nicht. Eine klassische Sommervariante hierzu wäre z.B. der Panama Hut.

No. 4Fliegen und Schleifen im Madras Muster aus Baumwolle oder Gemischen aus Leinen, Baumwolle und Seide sind ein ideales Sommeraccessoire. Sie machen sich besonders gut mit helleren Sakkos wobei es eigentlich egal ist, welche Form die Schleife oder Fliege genau hat. Wichtig ist dagegen, dass die Schleife immer von Hand gebunden wird – gerne auch leicht asymmetrisch – denn vorgebundene Schleife sehen in aller Regel unvorteilhaft aus, da sie zu makellos sind.

No.  5, 15—Während Herren in fortgeschrittenem Alter mit Kappen oder (Basken-)mützen exzellent aussehen können, wie z.B. Michael Alden beweist, so wirkt sie dagegen bei jüngeren Leute oft etwas bieder. Trotz ihrer Vielseitigkeit ist die kontrastierende (Fantasie-)weste meiner Meinung noch eines der am weit unterschätztesten Kleidungsstücke. Schon mit zwei Westen – eine in einem helleren und die andere in einem dunkleren Farbton – lassen sich nalich mit eigentlich allen Sakkos in der Garderobe interessante und vielfältige Kombinationen zusammenstellen. Dem abgebildeten Outfit gibt die Krawattennadel den letzten, individuellen Schliff.

No.  6—Diese Kombination aus dem Ascot in polka dot, der gelbe Weste, dem braunen Sakko, der braun-weißen Breeches sowie der weißen Ledergamaschen wirkt auf den heutigen Betrachter eher kostümiert als gut angezogen. Sicher kann man auch ausgefallene Kleidungsstücke souverän und elegant tragen, jedoch empfiehlt es ich dann in meinen Augen, farblich und auch bei den Accessoires weniger Akzente zu setzen, ansonsten schießt man über das Ziel hinaus.

No. 7-8—Farbige Einstecktücher aus Leinen und Seide sowie Seidengürtel sind eine hervorragende Möglichkeit einem Outfit in gedeckten Farben eine individuelle Note zu verleihen.

No. 9-12—Abgesehen von der grob-karierten Krawatte gefallen mir diese Krawatten weniger. Eine Madraskrawatte aus Baumwolle, Krawatten aus Dupioni Seide oder Leinen bzw. Strickkrawatten sind in meinen Augen vorzuziehen.

No.  13-14—Breitere Schlüsselketten kann man heute bei so manchem Herren antreffen. Genauso wie die Kragennadel sind dies in meinen Augen gute Accessoires für ein legeres Outfit.

No. 16—Eine (Fantasie-)weste mit kleinen Karos oder eine Tattersall Weste sind eine sehr gute Möglichkeit einem Anzug ein ganz anderes Erscheinungsbild zu geben – auch heute noch.

No.  17-18—Während Gehstöcke oder besser gesagt Zierstöcke in den 20er und 30er Jahren des vorangegangenen Jahrhunderts für den eleganten Herren ein gängiges Accessoire darstellten, so sehen die allermeisten jüngeren Herren eher kostümiert aus wenn Sie mit so einem Stock umherlaufen. Um halbwegs elegant mit einem solchen Stock zu promenieren und zu flanieren, bedarf es einiger Erfahrung und Können. Aber selbst wenn man dies vorweisen kann, wirkt ein Zierstock altbacken. Im Gegensatz ist ein schöner Gehstock, der auch wirklich eine Funktion erfüllt für einen älteren Herren das perfekte Accessoire.

Nachdem Sie nun so viele Anregungen erhalten haben, sollte es ein Leichtes sein ihr nächstes Sommer Outfit individuell zu gestalten – wir wünschen viel Spaß bei der Zusammenstellung!

Bild: ©Apparel Arts 1932
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