Hilditch & Key

Hilditch & Key – der Hemdenmacher

Geschichte von Hilditch & Key

Im Jahre 1899 zogen zwei Mitarbeiter des Hemdenherstellers Harman’s Duke Street aus um ihr eigenes Hemdengeschäft in der Court Road in Tottenham, London zu eröffnen. Diese beiden Mitarbeiter waren Charles F. Hilditchund W. Graham Key. Ihr Geschäft florierte und schon bald wurde der Name Hilditch & Key zu einem der Favoriten des eleganten Londoner Adels. Darüber hinaus wurde MI. Hilditch auch an den großen Universitäten ein gerngesehener Gast, der den jungen Studenten und Gentlemen mit seinen Leistungen zu diensten stand.

Wenige Jahre darauf war es dann notwendig in weitläufigere Geschäftsräume an der Ecke von Duke Street und Jermyn Street umzuziehen, was den Grundstein für die innige Beziehung  zwischen Hilditch & Key und dem edlen St. James legte. Das Unternehmen wuchs nun stetig weiter, sodass 1907 ein weiteres Geschäft in der Rue de Rivoli in Paris eröffnet wurde, welches ebenfalls sehr erfolgreich war.

Während des „London Blitz„, dem Angriff der deutsche Luftwaafe auf London während des Zweiten Weltkrieges, wurden in der selben Nacht sowohl das Geschäft in St. James’s shop als auch ein großer Bereich der Hemdenmanufaktur in der Store Street zerstört, weshalb auf eine zeitweise Werkstätte in der Jermyn Street No. 65 eingerichtet werden musste. Nach kurzer Zeit bezog man dann die Adresse Jermyn Street No. 39. Im Jahre 1978 wurde  dann ein zusätzlicher Geschäftsraum  in der Jermyn Street  No. 37 eröffnet. Heute befinden sich die Geschäftsräume von Hilditch & Key in der Jermyn Street  No. 37 und No. 73 sowie in der Rue de Rivoli in Paris.

Abteilung Großhandel

Hilditch & Key begann 1981 erstmalig seine Hemden auch bei ausgewählten Fachhändlern auf der ganzen Welt anzubieten um so den Bekanntheitsgrad zu steigern. Diese Form des Absatzes wurde insbesondere in den USA und in Europa forciert wobei in letzter Zeit auch der Markt in Fernost hinzugekommen ist. Seit Januar 1993 ist die  Grosshandelsabteilung auf Outlets im Bereich Herrenkleidung im Vereinigten Königreich ausgedehnt  worden. Da die Marke Hilditch & Key und insbesondere die Hemden für höchste Qualität stehen wird der Vertrieb der Ware genauestens überwacht. Inzwischen werden Werbebroschüren immer in mindestens vier Sprachen gedruckt.

Die Hemden

Die Hemden werden von Hand zugeschnitten wobei beim Torso eine Schere zum Einsatz kommt, und die Krägen durch ein Messer in Form gebracht werden. Gefertigt werden die Hemden in der eigenen Manufaktur, wobei Einnadel- Flachmaschinen zum Einsatz kommen welche im Grunde genommen wie die traditionellen Nähmaschinen arbeiten. Der Stichabstand der Nähtewird sehr gering gewählt um so eine saubere, stabile und schöne Naht zu erzielen, wobei der Stichabstand auch nicht zu gering gewählt wird um eine Faltenbildung auf der Naht zu verhindern. Der aus zwei Teilen bestehende Kragen eines Hemdes bildet das Herzstück und wird deshalb von Hand gearbeitet und hat Vorrichtungen für herausnehmbare Kragenstäbchen, welche vor dem Waschen unbedingt entfernt werden sollten. Die Knöpfe sind aus echtem Perlmutt gefertigt und niemals aus Plastik. Auch werden alle Hemden von Hand gebügelt. Die Schulterpasse ist nicht in einem Stück zugeschnitten, sondern wird getrennt. Dabei werden die beiden Stücke schräg zugeschnitten und nicht bündig, was für eine bessere Passform sorgt und komfortabler ist. Zudem wird im Bereich des Ärmelabschlusses auf beiden Seiten mehr Stoff eingearbeitet, sodass er an dieser Stelle nicht aufklafft. Das Anbringen eines kleinen Knöpfchens erübrigt sich deshalb. Ein Hilditch & Key Hemd ist an sich lang und der Rücken ist noch einmal zweieinhalb Zentimeter länger als die Front. Der dreieckige Zwickel an den Enden der beiden Seitennähte verstärkt die Naht an dieser Stelle und sorgt für mehr Komfort über den Hüften. Bei gestreiften Hemden wird auf einen bündigen Musterverlauf geachtet. Konkret wird dabei an den Kragenkanten vorne und hinten auf einen bündigen Verlauf geachtet, ebenso wird der Übergang von Schulterpasse zum Ärmel, und der offene Bereich im Ärmelabschluss bündig gearbeitet. Nur die feinsten Stoffe werden für die Hemden von Hilditch & Key verarbeitet. Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass alle tradtionellen Fertigkeiten der Jermyn Street Hemdenmacher bei einem Hilditch & Key vorhanden sind.

Die Stoffdessins

Abgesehen von den üblichen gewöhnlichen unifarbenen Stoffen, den fil-à-fil Stoffen und den bengalischen (feinen,leichten) Streifendessins gibt es immer eine Reihe von Mustern die exklusiv bei Hilditch & Key erhältlich sind.

Die Krawatten

Alle Krawatten werdenvon unseren Krawattenmachern von Hand genäht, was die Einarbeitung einer Fadenreserve erlaubt. Außerdem weisen sie die für Hilditch & Key charakteristische Krawattenspitze auf. Im Laufe der letzten Saisons hat man dort darüber hinaus sein eigenes Krawattendesign entwickelt. Kenrpunkt dieses Designs ist eine breitere Krawatte. Von der mit 9,5cm breitesten Stelle wird die Krawatte in Richtung des Knotens breiter als üblich gearbeitet und dem Träger so die Möglichkeit zu geben mehr von den wunderschönen Farben und Mustern seiner Krawatte zu zeigen.

Maßhemden

Hilditch & Key wurde einst in der Financial Times of London als Europas führender Hersteller von Maßhemden ausgezeichnet. Die Maßhemden werden in der selben Weise wie die Konfektionshemden gefertigt, mit der Ausnahme, dass jeder Kunde seine komplett eigenes Schnittmuster hat, welches auf unbegrenzte Dauer aufgehoben wird. Zusätzlich werden diese Hemden mit handgestickten Monogrammen versehen, und sogar die Knöpfe werden mit den Initialen graviert. Die Klientel von Hilditch & Key umfasst Könige in Europa und Diplomaten, Regierungsminister und eine Vielzahl an Persönlichkeiten auf der ganzen Welt aus den Bereichen Kunst, Entertainment und Business.

Die Bilder welche nicht das Logo der Gentleman’s Gazette tragen, wurden freundlicherweise von Peter Owen zur Verfügung gestellt.
Dieser Text wurde aus dem Englischen von Sven Raphael Schneider übersetzt.

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