Randolph Engineering – die perfekte Aviator Sonnenbrille

Vor einigen Monaten schickte uns Randolph Engineering aus Massachusetts in den USA eine ihrer Sonnebrillen zu. Da zu diesem Zeitpunkt der Wintereinbruch in Minnesota kurz bevor stand, dauerte es eine Weile bis wir sie ausführlich testen konnten.

Nach einem Winterurlaub in Colorado, dem Alltagsgebrauch in Minnesota und einem Aufenthalt im sonnigen Arizona, wollen wir Ihnen heute die Sonnebrille Sportsman von Randolph Engineering vorstellen. Zu Beginn gehen wir kurz auf die Unternehmensgeschichte ein, um uns danach voll und ganz der Sonnenbrille widmen zu können.

Firmengeschichte – Randolph Engineering

Das Unternehmen wurde im Jahre 1972 von den Ingenieuren Jan Waszkiewicz & Stanley Zaleski gegründet  und so verwundert es wenig, dass sich ihr Beruf im Namen ihres Unternehmens wiederfindet. Ursprünglich fertigte man Maschinen und Zubehör für die Optik Industrie an und später weitete man das Portfolio auf Brillen aus.

Ein Jahrzehnt nach der Gründung konnte RE mit dem US-amerikanischen Verteidigungministerium einen Ausrüstungsvertrag abschließen. Seitdem findet man bei vielen Mitarbeitern von Regierungsbehörden RE Brillen, ganz gleich ob es sich dabei um einen Piloten der U.S. Air Force oder U-Bootmatrosen handelt.

Mitte der neunziger Jahre, entschied man sich bei Randolph Engineering seine Sonnenbrillen, Schießbrillen und Sonderanfertigungen auch Endkonsumern anzubieten.

Made-to-Order Sonnenbrille – Modell Sportsman

Wir erhielten ein Exemplar der Sportsman Sonnenbrille, welche im Grunde genommen eine leicht abgewandelte Aviator Sonnenbrille ist. An diesem Punkt sollte ich vielleicht erwähnen, dass die Sonnenbrillen bei RE im Made-to-Order Verfahren zusammengestellt werden können.

Der richtige Rahmen in der korrekten Größe

Im einzelnen bedeutet das zunächst, dass Sie aus neun verschieden Gestellen auswählen. Nachdem Sie Ihre Wahl getroffen haben, muss ihre Brillengröße festgestellt werden, denn schließlich gleicht kein Kopf dem anderen. Das Sportsman Gestell ist in drei verschiedenen Größen von : 52mm (small), 57mm (medium), 61mm (large) erhältlich. Um ihre Größe zu bestimmen müssen vor einem Spiegel mit Hilfe eines Lineals die Distanz von Schläfe zu Schläfe messen. Anhand dieses Maßes können Sie dann gewissen Tabellen ihre Gestellgröße entnehmen. Im Zweifel hilft man Ihnen auch per Email.

Danach dürfen Sie aus fünf Gestellfarben auswählen – Gold, matt Schwarz, matt Chrom, Chrom glänzend oder Gun Metal.

Brillenbügel & Polarisierte Gläser

Je nach Länge ihres Kopfes sollten Sie in der Folge zwischen verschiedenen Brillenbügeln wählen. Zur Auswahl stehen vier verschiedene Größen in drei verschiedenen Designs. Mir persönlich gefiel der klassische Bügel besser als der Bayonett- bzw. der gerade Bügel und deshalb entschied ich mich für diesen.

Zu guter Letzt dürfen Sie sich dann die Gläser aussuchen. Randolph Engineering bietet acht verschiedene Gläser an wobei für jeden was dabei sein sollte. Polycarbonat Gläser sind genauso erhältlich wie extra kratzfeste Mineralgläser. Mein Favorit waren jedoch die braungetönten polarisierten Gläser, auf welche dann auch meine Wahl fiel. Diese Gläser reduzieren spürbar das ins Auge dringende, grelle, blendende Licht und sorgen für ausgewogene, satte Farben. Gerade bei Schnee und Wasseroberflächen spürt man den Unterschied am deutlichsten, aber auch sonst erkennt man sofort den Vorteil von polarisierten Gläsern. Man muss sich den Prozess der Polarisation so vorstellen: bestimmtes Licht wird so ins Auge reflektiert, dass es für das menschliche Auge unangenehm ist. Die polarisierten Gläser filtern dieses unangenehme Licht, lassen jedoch das andere Licht durch.

Im Vergleich zu regulären Sonnenbrillen, u.a. auch dem Modell eines bekannten Aviator Herstellers, hat das Sportsman Modell ganz klar die Nase vorn. Aber auch im Direktvergleich mit anderen polarisierten Sonnenbrillen gefielen mit die RE Gläser am besten. Hinzu kommt, dass die Nasen Pads der Sonnenbrille aus weichem Silikon gefertigt wurden, und sehr gut auf der Nase sitzen. Selbst nach einer warmen Wanderung in den Canyons von Sedona, Arizona verrutschte die Brille nicht.

Qualität & Verarbeitung

Unser Testmodell brachte ganze 36.7g auf die Waage und war damit durchschnittlich schwer. Sie fühlte sich trotzdem sehr stabil an. Meine Gläser haben auch nach längerem Tragen noch keine Kratzer, jedoch sollte ich erwähnen, dass ich eher vorsichtig mit meinen Sonnenbrillen umgehe. Die Verarbeitung ist tadellos – nichts quietscht und alles sitzt fest. Zusammen mit der Sonnenbrille erhalten Sie außerdem ein Hartschalenetui, ein Mikrofasertuch sowie ein Reparierkit welches neben Schräubchen und Nasenpads auch einen kleinen Schraubenzieher beinhaltet.

Auf die gesamte Sonnenbrille gibt es eine einjährige Garantie, wobei das Gestell der Brille sogar von einer lebenslangen Garantie umfasst ist. Die Lebensspanne bezieht sich natürlich nur auf das Produkt, nicht auf den Eigentümer.

Sollten Sie ihre Brille dennoch ruinieren, indem Sie z.B. die Gläser zerkratzen oder zerbrechen, so bietet RE nahezu für seine ganze Produktpalette Ersatzteile an.

Eine reguläre Made-to-Order Sportsman Sonnenbrille schlägt mit $139 zu Buche. Wenn Sie sich, wie wir, für die polarisierten Gläser entscheiden, erhöht sich der Preis um $40. Alle Sonnenbrillen lassen sich online zusammenstellen. Inwieweit die Brillen in Europa über einen Optiker bezogen werden können, kann ich nicht sagen.

Zusammenfassung

Obwohl mir ehrlich gesagt persönlich die meisten Gestelle von RE stilistisch nicht zusagen, so kann ich das Modell Sportsman wirklich uneingeschränkt empfehlen. Auch wenn man bei dem Preis nicht von einem Schnäppchen sprechen kann, so erhält man doch eine personalisierte Made-to-Order Sonnenbrille von hoher Qualität made in USA. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist hier in meinen Augen um Längen besser als bei allen Designersonnenbrillen. Sollten Sie also noch auf der Suche nach der idealen Aviator Sonnenbrille sein, dann sollten Sie ernsthaft den Erwerb der zeitlosen Randolph Engineering Sportsman Sonnebrille in Erwägung ziehen.

 

2 Gedanken zu „Randolph Engineering – die perfekte Aviator Sonnenbrille“

  1. Hallo Raphael,

    tolle Brille und ein toller Bericht. Da muss ich doch mal dran bleiben, MTO-Brillen sind was faszinierendes 🙂

    Aber, ds Bild mit dem Revolver ist doch interessant. Ist es deiner? Auch ein MTO-Modell? 😉

    1. Hallo Jens-Erik,
      danke für deine netten Worte – die Sonnenbrille kann ich wirklich nur empfehlen!
      Der Revolver ist ein originalgetreuer Nachbau eines alten Modells, welcher einem Cowboy aus Sedona, Arizona gehört. Inwieweit das MTO war, kann ich leider nicht sagen ;).

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