Apparel Arts College Kleidung

Studentenkleidung Apparel Arts Herbst 1933

Apparel Arts war ein Magazin, welches erstmals 1931 erschien und schon bald die führende Zeitschrift der Herrenbekleidungsindustrie sowie der Herrenausstatter war. Wir widmen uns heute einem AA Artikel von 1933, der hauptsächlich von out of town clothing handelt, wobei zu Beginn ausschließlich auf die Kleidung von Studenten eingegangen wird.  Zweifellos waren Studenden damals besser angezogen als heute und so sticht die detailverliebte Beschreibung von Kleidung sofort ins Auge. Um die Kleidungsstücke und Accessoires besser zu veranschaulichen,  wurde neben dem Artikel auch noch eine Arbeit des Modezeichners Laurence Fellows abgedruckt. Im Folgenden wollen wir nun zunächst näher auf die Grafik eingehen und im Anschluss können Sie den detailreichen Artikel im Original lesen.

Zeichnung

Der Student links im Bild trägt einen marineblauen, zweireihigen Anzug aus Kammgarn. Sein Hemd weist sehr breite Streifen in den Farben blau & weiß auf und der Hemdkragen wird durch einen Steg, den Tab, zusammengehalten. Vervollständigt wird die Kombination von einer dunklen Krawatte mit hellblauen Polka Dots und einem rot-blau gemusterten Einstecktuch. Mit einem schwarzen Bowler auf dem Kopf,  der Pfeife im Mund und mit schwarzen Leder-Oxfords an den Füßen scheint unsere Figur bereits über das nächste Outfit nachzugrübeln. Über der Armlehne des Sessels liegt ein ebenfalls zweireihiger Mantel welcher in seiner Schattierung in einem leicht helleren Navy gehalten ist als der Anzug.

Sein Kollege auf der rechten Seite trägt einen 3 Knopf Dreiteiler mit fallendem Revers in einem schwarz-weißen Pepita Muster. Zu diesem Anzug hat er  etwas rustikalere rot-braune Brogues gewählt, welche auf einem Leisten mit runder Spitze gefertigt wurden. Sein Hemd ist grau-rot gestreift und der Club Kragen mit abgerundeten Ecken wird durch eine Kragennadel zusammengehalten. Gleichzeitig hebt sie die schmale, kastanienbraune Strickkrawatte etwas an. Über seinem linken Arm hängen eine gemusterte Fliege sowie zwei recht farbenfrohe Krawatten. In seinen Händen hält er ein Norfolk Jacket welches aus Tweed gefertigt wird. Im Schrankkoffer  hängt zum einen ein zweireihiger Smoking mit sehr breiten Spitzrevers und zum anderen dahinter ein Frack. Auf dem Gepäckstück liegt ein Balmaccan (ein einreihiger Mantel mit ganz kleinen Revers, verdeckter Knopfleiste, extrem schrägen Taschen und Ärmelaufschlägen) aus Harris Tweed sowie ein Camber (ein Klapprandhut -ähnlich dem Homburg –  bei dem die Krempe vorne heruntergeklappt ist). Auf dem Boden befindet sich ein Paar kappenloser, schwarzer Lackschuhe mit klassischer Oxfordschnürung. Zudem sind neben rot-blauen Slippern weiße Buckskin Schuhe zu sehen, wobei Sohle und Absatz aus schwarzen Gummi gefertigt sind. Außerdem tummelt sich noch ein Paar brauner Buckskin Bluchers auf dem Boden. Das Abendhemd oben links im Bild, besteht aus weißem, gestärktem  Leinen und hat eine schwarze Schleife am Vatermörderkragen. Darunter befindet sich ein Hemd mit Button-Down-Kragen, ein gestreiftes Hemd mit einem Tabkragen sowie ein abnehmbarer Kläppchenkragen mit einer weißen Frackschleife. Ebenfalls links sehen Sie eine Tattersall Weste sowie einen Chapeau Claque. Unten rechts sehen Sie drei Schlafanzüge, ein paar Einstecktücher und einen Dressing Gown.

Artikel

Um den Artikel über Studentenkleidung aus der Apparel Arts im Original zu finden, klicken Sie bitte hier.

Picture: © Apparel Arts 1933.

4 Gedanken zu „Studentenkleidung Apparel Arts Herbst 1933“

    1. Allerdings! Heute ist das Kleidungsbild sicher extrem locker im Vergleich zu damals. Hin und wieder lassen sich aber trotzdem gut gekleidete Studenten aufspüren, meinst du nicht auch?

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